Entwicklung eines Frameworks für die objektorientierte Anwendungsentwicklung mit SAP Technologie

IOT hat eine allgemeingültige Basislösung für die objektorientierte Anwendungsentwicklung im SAP-Umfeld entwickelt. Bei der Konzeption des IOT Application-Frameworks wurde auf Standardisierbarkeit und Wiederverwendbarkeit Wert gelegt. Das Framework ist vollständig in ABAP Objects implementiert und kann auf einem SAP Web Application Server ab Version 6.20 eingesetzt werden. Im Rahmen der Framework-Entwicklung konnte IOT bereits bestehende Konzepte von ABAP Objects allgemeingültig und technologiekonform erweitern. Hierzu zählt beispielsweise die Kombination der SAP Object Services mit dem SAP Enqueue Service zur Abwicklung konkurrierender Schreibzugriffe auf Datenobjekte im Mehrbenutzerbetrieb.

Mit dem Framework besitzt IOT ein Basissystem, welches sich auf neue Anwendungsbereiche übertragen lässt. Durch Customizing können allgemeingültige Objekte zu speziellen Objekten konfiguriert und so für die speziellen Einsatzbereiche angepasst werden. Gleichzeitig lassen sich auf diese Art bestehende Abläufe und Methoden im System verändern und einstellen. Ist es nicht möglich, das Basissystem allein durch Customizing auf spezielle Anwendungsbedürfnisse anzupassen, wird die spezielle Anwendungslogik in Form von Komponenten hinzugefügt. Der Aufbau des Systems folgt dem Model-View-Controller-Muster, welches die Anwendungslogik von der Darstellung und von der Datenhaltung trennt. Durch die Verwendung weiterer Muster der Softwaretechnik sind die einzelnen Objekte und Komponenten des Systems auf Unabhängigkeit voneinander ausgelegt. Dies erleichtert die Integration neuer Darstellungsarten, Logik oder Business Objekte.

Vorteile des IOT Application Framework sind:

  • Unkomplizierte Bereitstellung: Das IOT Application Framework kann über SAP-Standardmittel innerhalb kürzester Zeit in ein SAP System ab Basisversion 6.20 übernommen werden. Die Entwicklungs-Objekte des Frameworks wurden im IOT-eigenen Namensraum entwickelt, so dass keine Konflikte mit bestehenden Entwicklungen im Kundennamensraum entstehen können. Alle Daten und Funktionalitäten stehen nach dem Import unmittelbar für die Entwicklung von Use-Case-Controllern zur Verfügung.
  • Verkürzung der Realisierungzeiten: Durch die Benutzung der Dienste und Werkzeuge des Frameworks reduziert sich der individuelle Teil der Anwendungen so stark, das die Realisierungszeit für die Erstellung einer Anwendung in den meisten Fällen halbiert werden kann.
  • Kurze Einarbeitungszeit für Anwendungsentwickler: Durch eine durchgehende objektorientierte Entwicklung sind Anwendungsentwickler sehr schnell in der Lage das Framework und die zur Verfügung stehenden Dienste zu verstehen und einzusetzen.
  • Bessere Wartbarkeit und Pflege: Die Wartbarkeit der Programme steigt enorm, da der individuelle Teil einer jeden Anwendung klar strukturiert und stets homogen implementiert ist.
  • Mehrsprachenfähigkeit: Alle Anwendungen, die mit dem Framework entwickelt werden sind und auch das Framework selbst ist mehrsprachenfähig.